Was haben drei junge Rüden und ein Schneesturm gemeinsam?
Mehr Kraft, als man ihnen zutraut – und trotzdem brauchen sie Schutz.
Ein Schneesturm kam über Nacht. 50 Zentimeter Schnee und Chaos im Hof und mittendrin drei junge Rüden, die mehr brauchen als nur geräumte Wege: ein Zuhause.
Was haben drei junge Rüden und ein Schneesturm gemeinsam?
Sie kommen plötzlich.
Sie bringen Bewegung.
Sie haben Energie.
Und sie lassen niemanden unberührt.
Über Nacht bedeckten 50 Zentimeter Schnee unser Tierheim. Die Zufahrt kaum passierbar, das Auto festgefahren, Wasser eingefroren. Während wir noch um Gustave, Nolte und Novy trauerten, schaufelten wir Wege frei – weil das Leben keine Pause macht.
Für die Hunde ist Schnee oft ein Abenteuer. Rennen, springen, toben.
Für uns bedeutet er Sorge:
Was, wenn ein Notfall passiert?
Was, wenn wir schnell zum Tierarzt müssen?
Die Zwinger müssen trocken bleiben. Decken häufiger gewechselt werden. Wasser darf nicht einfrieren. Der Rücken schmerzt, die Hände sind kalt. Aber wir hören nicht auf.
Wir standen mit Schneeschaufeln im Hof, während hinter uns dutzende Augen auf uns gerichtet waren.
Augen, die vertrauen.
Augen, die nicht wissen, was ein Schneesturm bedeutet.
Augen, die nur wissen: Ihr seid da.
Und mittendrin: Johnny, Nilay und Kairo.
Johnny – der kleine Abenteurer
Johnny kennt Kälte. Er wurde nahe einer Bundesstraße gefunden – allein, orientierungslos, zu klein für diese große Welt.
Heute ist er ein kleiner Wirbelwind.
Abenteuerlustig. Frech. Mit einem eigenen Kopf.
Er rennt durch den Schnee, als wäre er unbesiegbar. Aber wenn er zur Ruhe kommt, sucht er Nähe. Sucht Sicherheit.
Er ist ein Welpe. Er sollte nicht lernen müssen, dass Gitter normal sind.
Nilay – unser Mini-Entdecker
Nilay kam mit seinen Geschwistern zur Welt auf kaltem Boden. Ohne Schutz. Ohne Sicherheit.
Heute ist er neugierig, verspielt, voller Lebensfreude.
Er hat noch dieses weiche Welpenherz. Dieses Vertrauen. Dieses „Die-Welt-ist-gut“-Gefühl.
Wie lange bleibt das, wenn man im Tierheim groß wird?
Nilay sollte nicht erwachsen werden zwischen Beton und Zwingern. Er sollte erwachsen werden neben seinem Menschen. In Liebe!
Kairo – der sanfte Kämpfer
Kairo ist kein kleiner Welpe mehr.
Er ist jung – und doch hat er schon verloren.
Er hatte einmal ein Zuhause. Wurde verloren. Zwei Monate war er allein unterwegs. Zwei Monate ohne Sicherheit, ohne Orientierung, ohne Stimme, die seinen Namen ruft.
Er ist sanft. Vorsichtig. Beobachtend.
Er drängt sich nicht vor.
Aber wenn man ihm Zeit gibt, öffnet er sein Herz leise – und ganz.
Kairo braucht keinen Sturm. Er braucht Beständigkeit.
Und jetzt mal ehrlich!
Wir wollen nicht, dass diese drei jungen Seelen hier aufwachsen. Nicht in Rumänien! Nicht in einem Tierheim! Nicht mit dem Geräusch von Metallgittern statt dem Klang einer Haustür, die sich für sie öffnet.
Ja, sie spielen im Schnee. Ja, sie sind fröhlich. Aber Fröhlichkeit ersetzt kein Zuhause.
Sie sind jung. Sie sind formbar. Sie sind bereit.
Der Winter geht vorbei. Die Jugend nicht.
Sie sind jung. Sie sind klug. Sie haben Charakter.
Sie sind keine „perfekten“ Hunde aus dem Katalog. Jeder auf seine besondere Art! Wie du und ich!
Sie sind echte Persönlichkeiten. Mit Ecken, Kanten und riesigen Herzen.
Der Winter fragt nicht, ob wir bereit sind.
Das Leben wartet nicht.
Aber vielleicht wartest genau du auf einen von ihnen. 💙
Wer schenkt Johnny, Nilay oder Kairo nicht nur Schutz vor Kälte –
sondern ein Für-immer-Zuhause?






