Volunteer Bericht von Daniela (03/2020)

Wiederkommen heißt nicht: Es fühlt sich weniger intensiv an


Zwei Jahre nach ihrem allerersten Einsatz bei HAR kehrte sie erneut nach Rumänien zurück – diesmal bereits zum dritten Mal und erstmals ohne Begleitung. Mit viel Vorfreude auf vertraute Tiergesichter und das Team vor Ort, aber auch mit der Frage: Wie wird es dieses Mal sein?

 

Während die ersten Aufenthalte vor allem vom klassischen Shelteralltag mit Zwinger reinigen, Katzenzimmer säubern, Futter auffüllen und Wäsche waschen geprägt waren, brachten frühere Einsätze auch besondere Herausforderungen wie die Betreuung isolierter Parvo-Welpen oder Tierarztfahrten mit sich.

 

Auch beim dritten Besuch hieß es wieder: sofort anpacken. Katzenzimmer gründlich reinigen, Hunde-Hallen mitversorgen, Box für Box in den Auslauf bringen, Decken wechseln, Wasser erneuern – immer im Wechsel zwischen Struktur und spontanen Aufgaben. Dazwischen vertraute Begegnungen mit bekannten Charakteren und neue Fellnasen, die man sofort ins Herz schließt.

 

Ein Einsatz zwischen Routine und neuen Eindrücken – und der Erkenntnis, dass jeder Besuch anders ist, aber genauso berührt.


Nun erzählt sie selbst von ihrer dritten Reise auf die Island of Hope.

 — 🐾 —

Daniela

 

"Es war einmal – nein, es war bereits zum dritten Mal, dass ich, GsD knapp vor aller Pandemie und Quarantäne-Maßnahmen, wieder zu HAR nach Rumänien reisen konnte.

 

Genau zwei Jahre nach meinem allerersten Besuch in Buftea bin ich nun also – zum ersten Mal ohne Begleitung – wieder zu HAR geflogen. Mit ganz viel Vorfreude und Erwartung, die längst lieb gewonnen Tiere und Menschen endlich wiederzusehen, aber auch mit Spannung, wie es diesmal sein würde.

 

 


 

Bei unserem ersten Besuch haben wir bei alltäglichen Arbeiten wie Katzenzimmer und Hundezwinger säubern, Wasser und Futter auffüllen, Wäsche aufhängen usw. geholfen. Dabei konnten wir gegen Abend mit unserem Mietwagen noch ein wenig die Gegend erkunden. 

Der zweite Besuch gab uns zudem Einblicke in nicht unbedingt Alltägliches: Es mussten isolierte Parvo-Welpen sowie ein kranker Kater betreut und zum Tierarzt gefahren werden. Hier waren wir von morgens bis abends beschäftigt und konnten die unterschiedlichsten Aufgaben mitübernehmen. Wie würde es also diesmal werden?

 

Sonntag in aller Früh, um 4 Uhr ging es von Zuhause los Richtung Flughafen, um dann planmäßig gegen Mittag in Buftea einzutreffen.

 

Schon am Tor wurde ich von den ersten bekannten und geliebten Hundegesichtern begrüßt. Da ich mich ja bereits auskannte, schnell das Gepäck aufs Zimmer gebracht (mit meiner ebenfalls deutschen Zimmerpartnerin hatte ich im Vorfeld bereits geschrieben) und dann natürlich die ersten Schmuseeinheiten verteilt. Nach einem schnellen Einkauf für die nächsten Tage und einer kleinen Mittagspause wurde es aber dringend Zeit auch endlich die Katzen zu begrüßen und zu knuddeln. Hier durfte ich dann auch direkt helfen, das kleinere der durch eine Zwischentür verbundenen Zimmer gründlich zu reinigen. So war ich also auch diesmal sofort wieder „in meinem Element“ bei den Katzen tätig.

 

Gleich am nächsten Tag durfte ich aber wieder etwas Neues kennen lernen

und eine der beiden Hunde-Hallen mitmachen. Hier musste in allen Zwingern Futter und Wasser frisch gemacht werden. Anschließend die Hunde aus einer Box auf die angrenzende Wiese rauslassen, um in der Zeit die Decken auszuschlagen und ggf. zu wechseln und den Boden zu putzen. Dann die nächste Box usw. Anschließend weiterhin den ganzen Tag über alle 15 Min. Hunde reinholen und nächste Box nach draußen lassen. Die Hunde kennen ihren Ablauf schon so gut, dass sie immer bereits brav an der Tür warten, wieder rein gelassen zu werden. So durfte jeder dreimal am Tag nach draußen, frische Luft schnappen und ein wenig toben 😊

 

Am nächsten Tag dann wieder bei den Katzen das größere der beiden Zimmer sozusagen in Eigenregie gründlich gereinigt und neues Spielzeug verteilt sowie alle Samtpfoten gefüttert. Zwischendurch die beiden im Haus untergebrachten Welpen, die verschmuste Merle und den tauben, verspielten Rumo, auf den hinteren Spielplatz gebracht und eine Runde mit ihnen gespielt. Währenddessen die Frage von Grig: „Der Kater ist neu. Gib mir einen Namen“ – ja, auch sowas gehört dazu… 😊

 

So habe ich dieses Mal also mal hier und mal da, mal bei den Katzen und mal bei den Hunden, beim Putzen, Waschen und Versorgen helfen dürfen. Natürlich wurde zwischendurch immer wieder geschmust und gespielt. Da waren die unterschiedlichen Charaktere im Katzenzimmer – die kleine verspielte Marla, die schüchternen Kätzchen Fluse und Söckchen, die eigensinnige Yukiko, der ruhige Grizz und und und… Da waren die Haushunde – der verschmuste Scabby, die schüchterne Nomi, der kleine Ecki, die betagte Elodie usw… Da waren all die Hunde draußen, die in den Hallen und der Klinik untergebracht sind und nacheinander ihren Auslauf im Hof genießen, angefangen von den Welpen bis hin zu den Senioren – die ängstliche Jackie, die liebenswerten Brüder Den und Bravy, die schüchterne Lilly, Franco mit seinem Rolli und so so viele mehr.

 

Und dann schwuppdiwupp war meine Zeit dort schon wieder vorbei und ich musste leider zurück zum Flughafen – nicht ohne ein paar Tränchen zu verdrücken.

 

All ihr liebenswerten Hunde und Katzen, ich werde euch vermissen und immer an euch denken. Ihr Menschen, dem ganzen Team, allen voran Grig, Iulian, Nico, Miri usw., einen riesigen Respekt und Dank für eure tägliche Hingabe und Mühe, was ihr leistet und wie ihr jeden einzelnen der über 300 Hunde und Katzen wertschätzt und liebevoll versorgt!

 

Ich komme gerne wieder und freue mich schon jetzt darauf!"


Du kannst dir vorstellen, selbst einmal zurückzukehren – oder vielleicht zum ersten Mal anzukommen?


Dieser Bericht zeigt, dass Volunteering bei HAR jedes Mal neu fordert und berührt – ganz gleich, ob es dein erster oder dritter Einsatz ist.

 

Auf unserer Volunteering-Seite findest du alle Informationen rund um deinen möglichen Aufenthalt und kannst jederzeit Kontakt zu uns aufnehmen.

 

Hilfe vor Ort wird dringend gebraucht. Vielleicht beginnt auch deine Geschichte genau hier – oder führt dich immer wieder zurück. 💛