Wenn aus Mitgefühl Verantwortung wird
Monika (38) und Sebastian (32) aus Braunschweig waren im September 2025 erstmals gemeinsam als Volunteers auf der Island of Hope und auch in Rumänien. Beide verfolgen HAR schon
lange über Social Media – nicht zuletzt, weil ihre Hunde Funky und Django aus Rumänien stammen. Der Wunsch, nicht nur zuzusehen, sondern selbst anzupacken, wuchs mit jeder Geschichte.
Nach einem verschobenen ersten Anlauf im Jahr zuvor konnten sie 2025 endlich anreisen und verbrachten sieben intensive Tage im Shelter. Zwischen Renovierungsarbeiten, der täglichen Versorgung von
Hunden und Katzen, körperlicher Erschöpfung und emotionalen Momenten erlebten sie hautnah, was Tierschutz bedeutet – inklusive einer Erfahrung, die Respekt, Achtsamkeit und Vertrauen
plötzlich in ein ganz neues Licht rückte.
Und nun lassen wir Monika und Sebastian selbst erzählen, wie diese Woche sie verändert hat
— 🐾 —
Monika & Sebastian
"Wir verfolgen HAR schon seit längerer Zeit über Social Media. Die Geschichten, die Videos und die unermüdliche Arbeit in Rumänien haben uns immer wieder berührt. Besonders, weil auch unsere eigenen Hunde, Funky und Django, aus Rumänien stammen. Je mehr wir uns mit der Situation der Straßentiere beschäftigt haben, desto stärker wurde der Wunsch, nicht nur aus der Ferne zu unterstützen, sondern endlich selbst vor Ort zu helfen.
Ursprünglich wollten wir schon 2024 unseren ersten Besuch antreten, doch aufgrund eines gesundheitlichen Rückschlags mussten wir sehr kurzfristig absagen. Die Koordinatorin für die Freiwilligen vor Ort hat damals unglaublich empathisch, offen und verständnisvoll reagiert – ein Gefühl, das uns über das ganze Jahr begleitet hat. 2025 konnten wir nun endlich vor Ort sein.
Im Vorfeld bekamen wir zahlreiche Infos über die Situation vor Ort (die vielen Hunde auf der Treppe 😆), die Abläufe und sogar ein Video über HAR.
Wir fühlten uns gut vorbereitet und trotzdem hat uns der erste Moment in Rumänien und dann auch im Shelter überwältigt.
Es war unser allererster Besuch in Rumänien, und die Realität der Tiere sowie die besondere Atmosphäre vor Ort haben uns einfach überwältigt ...
Genauso beeindruckt hat uns die Hingabe, mit der Grig, Iulian und Nicoleta täglich 12–14 Stunden arbeiten. Diese Energie ist ansteckend.
Als wir ankamen, führten uns Grig und Iulian direkt durch das Shelter, erklärten alles – und danach legten wir auch sofort los.
Basti hat aufgrund seines handwerklichen Geschicks gleich mit Iulian an Renovierungsarbeiten der Zwinger mitgearbeitet. Ich habe am ersten Tag und zwischendurch dort unterstützt, mich aber schnell in den täglichen Aufgaben im Haus bei den Hunden und Katzen wiedergefunden. Dort merkt man sehr schnell, wie unendlich viel es zu tun gibt.
Jeder Tag war intensiv, körperlich fordernd und emotional bewegend. Abends sind wir regelmäßig völlig erschöpft ins Bett gefallen und am nächsten Morgen genauso erschöpft aufgewacht. Dennoch, sobald wir im Shelter waren war die Motivation sofort wieder da. Diese sieben Tage haben uns unglaublich viel gegeben, und schon während unseres Aufenthalts stand fest: Wir kommen wieder.
Zurück in Deutschland war uns klar, dass wir HAR weiterhin unterstützen möchten. Die Tiere und Menschen dort sind uns wirklich ans Herz gewachsen. Deshalb starteten wir eine Spendenaktion für die Renovierung des Shelters, sammelten Flohmarktspenden und unterstützen zusätzlich bei Themen wie der Webseite. Jede Hilfe wird gern angenommen, mag sie noch so klein erscheinen! 💛
Eine kleine Anekdote gehört jedoch auch zu unserer Zeit in Rumänien 😉
An einem Tag waren ich (Monika) etwas unvorsichtig mit einer Hündin, die ihr Revier sehr deutlich verteidigt. Obwohl wir im Vorfeld vor ihr gewarnt wurden, war ich in einem Moment unachtsam, als ich in ihr Revier/Zuhause eindringen wollte und sie hat mich daraufhin ins Bein gebissen. Nichts Dramatisches, aber ich war geschockt! ... ich wusste es doch besser! Grig war sofort zur Stelle, hat sich rührend gekümmert und täglich nachgefragt, wie es geht. In einem Alltag, der so fordernd ist, wäre es leicht, dass solche Gesten untergehen, aber bei Grig passiert das nicht. Ihre Fürsorglichkeit gilt nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen. ❤️
Unser Fazit:
Diese Woche in der Island of Hope hat uns nachhaltig geprägt. Die Arbeit ist intensiv, herausfordernd und manchmal emotional schwer – aber gleichzeitig erfüllend, sinnvoll und zutiefst bewegend. Wir sind dankbar, ein Teil davon gewesen zu sein. Und wir wissen schon jetzt:
Wir kommen wieder. Mit ganzem Herzen."
Und Basti hat auch ein Video über das Shelter auf Insta veröffentlich:
Und Monika konnten wir inzwischen als festes Teammitglied für uns begeistern. Schau gern mal bei unserem Team vorbei. Vielleicht hast du ja auch Interesse ein Teammitglied zu werden 😉
Kannst du dir vorstellen, diesen Schritt selbst zu gehen?
Der Bericht von Monika und Sebastian zeigt, wie intensiv ein erster Einsatz sein kann – fordernd, bewegend und voller Verantwortung.
Auf unserer Volunteering-Seite findest du alle Informationen rund ums Mithelfen und kannst jederzeit Kontakt zu uns aufnehmen.
Vor Ort wird Hilfe dringend gebraucht. Und vielleicht beginnt auch deine eigene Geschichte genau hier. 💛