Eine Woche, die leiser beginnt und tief berührt endet
Denise (26) aus Karlsruhe (DE) reiste Anfang Dezember 2025 ganz alleine nach Rumänien, um sich ihren lang gehegten Wunsch zu erfüllen und als Volunteer bei Helping Animals Romania zu helfen.
Sieben Tage lang war sie vor Ort – zu dieser Zeit als einzige Volunteer im Shelter und nachts der einzige Mensch im Haus.
Zwischen Hochbett-Besuchshund Mona, Kater Orion im Badezimmer, frühen Morgenstunden und langen Abenden erlebte Denise einen intensiven Alltag aus Putzen, Versorgen, Kuscheln und
Dazwischendurch-Durchatmen. Eine Zeit, die fordernd war, schmutzig, emotional – und gleichzeitig voller Nähe, Vertrauen und Momente, die bleiben.
Und nun überlassen wir Denise selbst das Wort und ihre Geschichte
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Denise
"Schon seit langer Zeit hatte ich den Wunsch, mich aktiv im Tierschutz zu engagieren.
Bei jeder Auslandsreise waren Hunde für mich immer ein absolutes Highlight und haben mich jedes Mal aufs Neue berührt.
Mitte November kam mir dann ganz spontan die Idee, diesen Wunsch endlich umzusetzen und als Volunteer zu Helping Animals Romania zu gehen.
Nach der super lieben und unkomplizierten Kommunikation mit Gerlinde und Miriam war nur wenige Tage später auch schon der Flug für Anfang Dezember gebucht. Da ich noch eine Restwoche Urlaub hatte, konnte ich sieben Tage vor Ort verbringen.
Zu dieser Zeit war ich die einzige Volunteer und damit auch nachts der einzige Mensch im Haus – was sich im ersten Moment vielleicht einsam anhört. Für mich war es das aber überhaupt nicht.
Ich war ständig von Tieren umgeben, sowohl im Haus als auch in meinem Zimmer. Ich habe mir mein Hochbett mit der ganz lieben Hundedame Mona geteilt und auch das Badezimmer mit dem lieben Kater Orion, der zu dieser Zeit etwas mehr Betreuung brauchte.
Im Shelter ist alles das Zuhause der Tiere – und wenn man damit klarkommt, wird man dort auch als Gast sehr herzlich aufgenommen.
Die Tage beginnen früh und enden spät: Meist bin ich gegen 7:30 Uhr aufgestanden und der Tag endete erst gegen 21:30 Uhr, nachdem die älteren Hunde im Haus noch einmal draußen waren. Danach war ich meistens komplett erledigt, aber auch zufrieden, und bin gegen 22 Uhr ins Bett gefallen. Die Tage sind sehr intensiv und fordernd – körperlich wie emotional.
Es ist schwer, den Alltag im Shelter wirklich zu beschreiben. Auch wenn ich davor viele Berichte gelesen hatte, ist es vor Ort noch einmal ganz anders. Ein großer Teil des Tages besteht aus Putzen, damit die Tiere es sauber haben. Es gab Tage, an denen ich nach dem Reinigen des Welpenzimmers selbst von oben bis unten mit Kot voll war. Man sollte also nicht sehr empfindlich sein, auch wenn immer darauf geachtet wird, wo die eigenen Grenzen liegen. Mich persönlich hat das nie gestört – zu wissen, dass danach erstmal alles sauber ist, hat das alles aufgewogen, auch wenn man ein paar Stunden später oft wieder von vorne anfängt.
Aber die bedingungslose Liebe der Tiere hat für mich jede Arbeit, jede Anstrengung und all den Schmutz vollkommen vergessen lassen.
Neben dem Füttern, Reinigen und Versorgen der Hunde und Katzen habe ich jede freie Minute genutzt, um Kuscheleinheiten und Leckerlis zu verteilen sowie Bilder und Videos für die Vermittlung zu machen. Die Liebe, die man von den Tieren zurückbekommt, ist kaum in Worte zu fassen und bleibt für immer im Herzen. Natürlich gab es auch Zeit, einkaufen zu gehen, in Ruhe zu essen oder sich mit den Mitarbeitenden vor Ort zu unterhalten. Alle sind ausnahmslos herzlich, engagiert und leisten jeden Tag einen unfassbar wichtigen Job.
Die Woche verging wahnsinnig schnell und der Abschied fiel mir extrem schwer – damit hätte ich vorher nie gerechnet. Es war außerdem meine allererste Reise ganz alleine und gerade deshalb kann ich jedem, der vielleicht unsicher ist, nur empfehlen, diesen Schritt zu wagen. Jetzt, wo ich diesen Bericht einen Monat später schreibe, kommen all die positiven Emotionen wieder hoch und bringen mir erneut Tränen in die Augen. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und ich hoffe sehr, bald wieder dort sein zu dürfen. Für mich war es auf jeden Fall nicht das letzte Mal – auch wenn ich danach erstmal ziemlich ausgelaugt war und sich sogar meine Ohren wieder an die Ruhe gewöhnen mussten."
Zum Abschied hat Denise ihre Erlebnisse in einem Video festgehalten
Als Erinnerung an eine Zeit, die Spuren hinterlassen hat und im Herzen bleibt 💛
Vielleicht macht dieser Einblick ja auch dir Mut, selbst einmal als Volunteer vorbeizuschauen?
Auf unserer Infoseite findest du alle Infos und kannst jederzeit gern Kontakt zu uns aufnehmen.
Wir freuen uns über jede helfende Hand – und brauchen Unterstützung vor Ort dringend. Wenn du das Gefühl hast, dass du helfen möchtest, bist du bei uns von Herzen willkommen. 💛