Daniela (48) aus Schwalmstadt (DE) erfüllte sich im März 2026 einen lang gehegten Wunsch.
Vom 14. bis 21. März 2026 war sie vor Ort bei HAR. An einem Ort, den sie bisher nur aus der Ferne kannte.
Die anfängliche Aufregung legte sich schnell, als sie ankam. Durch die Einarbeitung einer anderen Volontärin fand sie sofort in die Abläufe hinein und war direkt Teil des Alltags. Ob Versorgung der Hunde im Wohnhaus, Reinigung während der Ausläufe oder die Arbeit im Katzenzimmer. Jeder Handgriff sitzt.
Besonders beeindruckt hat sie, mit wie viel Struktur, Hingabe und Aufmerksamkeit sich hier um jedes einzelne Tier gekümmert wird. Eine Woche, die gezeigt hat, wie viel hinter dem Alltag im Shelter steckt und wie nah man den Tieren dabei kommt.
Nun erzählt sie selbst von ihrer Zeit auf der Island of Hope.
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Daniela
"Mein Wunsch, HAR zu besuchen, keimte erstmalig 2020 auf. Es hat ein bisschen gedauert und plötzlich hatte sich eine Möglichkeit ergeben.
Ich war sehr aufgeregt im Vorfeld aber als ich dann endlich vor Ort war, fiel die ganze Anspannung ab.
Endlich an dem Ort zu sein, von dem mein (mittlerweile älteres) Katerchen kommt, hat mich sehr berührt.
Am ersten Tag war eine weitere Volontärin noch vor Ort, sie hat dann alles erklärt und so konnte ich am ersten Tag direkt die mir zugewiesenen Aufgaben erledigen. Dazu gehörte die Versorgung der Haushunde im oberen Stockwerk, alles frisch machen während sie ihren Auslauf genossen haben, fegen, wischen, neues Futter, alles fertig machen für die nächsten Stunden. Die Hunde kommen mehrmals am Tag raus und währenddessen kann man sich gut der Reinigung widmen. Anschließend laufen alle (einige werden auch getragen) schon wie von selbst wieder auf ihre Plätze und schlafen erstmal. Toll, wie eingespielt dort alles verläuft. Danach ging es dann ins Katzenzimmer. Auch da alles frisch machen, fegen, wischen, neue Deckchen….füttern, kraulen. Auch die Katzen haben die Möglichkeit in einen Außenbereich zu gehen tagsüber.
Wie sehr sich hier um das Wohl jeden einzelnen Tieres gekümmert wird, hat mich schwer beeindruckt .
Auf dem ganzen Gelände gibt es ja zig Bereiche (Hallen, Gebäude, Ausläufe) In denen so viele Hunde sind. Und irgendwie kennt hier jeder den einzelnen Namen und Charakter des Hundes, man nimmt sich Zeit, wenn die Hunde ein bisschen Mensch brauchen.
Die Einarbeitung war jedenfalls super und sofort wusste ich, was zu tun war. Die Wäsche ist vor Ort auch nicht zu unterschätzen, ich weiß nicht wieviele Maschinen ich angestellt habe, gewaschene Wäsche rausgetragen, aufgehangen, abgehangen, wegsortiert habe. Neben den zugeordneten Aufgaben finden sich kleine hilfreiche Taten wie zB Kot vom Gelände aufsammeln. So ganz pingelig darf man diesbezüglich nicht sein, es gehört einfach dazu. Mich hat diese Tätigkeit ehrlich gesagt immer irgendwie entspannt:)). Aber auch Hunde bürsten, drinnen putzen, Leinentraining, in die Zwinger gehen, sich einzelnen Hunden widmen, sich zu Neuankömmlinge setzen, etc. sind alles Sachen, die unterstützen.
Wichtig ist auch noch zu erwähnen: Das Wohnhaus: Es ist ein Haus der Tiere (überall sind Liegeplätze für große, kleine, anhängliche, vorsichtige, gesunde oder kranke Hunde). Priorität haben die Tiere und wir Volontäre dürfen bei ihnen wohnen für eine Zeit.
Es wird tagtäglich so so viel geleistet von den MitarbeiterInnen vor Ort, die Tage sind voll ausgelastet, jeder Handgriff sitzt und macht so viel Sinn, sodass es erst ungewohnt für mich war, an dem Sonntag, an dem ich dann wieder zuhause war, im Café Kaffee zu trinken und all’ die Menschen zu sehen, die nur klönen, während bei HAR so wertvolle Arbeit geleistet wird. Ich fand das Klönen plötzlich so faul und nutzlos.
Für Essen und Getränke kommt man selbst auf. Der nächste Supermarkt (zB Lidl) ist nur wenige Minuten mit dem Auto entfernt.
Abschließen möchte ich mit meinem schönsten Moment bei HAR.
Ein kleiner Hund namens Bob wurde nachts separiert in einem Zimmer, weil er öfter ausgebüxt ist in die untere Etage.
Der Bub konnte aber schlecht allein bleiben und somit hat er gebellt und gebellt und war extrem gestresst. Ich war im Nebenzimmer, habe mir das ne Zeit angehört, dann mein Bettzeug unter den Arm geklemmt und bin zu ihm. Das Zimmer mit Angstkot gekleistert. Der Bub fix und alle. Ich hab alles saubergemacht und mich ins Bett gelegt, in seinem Zimmer.
Er ist aufs Bett gehüpft und blieb sofort seelig liegen. Sein Puls und Atmung gingen noch eine halbe Stunde sehr schnell aber dann irgendwann sind wir zusammen eingeschlafen. Morgens lag er auf meinem Kopfkissen, schlummernd und glücklich:).
Und welcher Hund hat sich mit voller Wucht in mein Herz manövriert? Es war der kleine Sonnenschein Nanuk. Dieses zufriedene Atmen, wenn man ihn geknuddelt hat, werde ich nie vergessen und ich finde, wir haben uns plötzlich auch optisch sehr geähnelt, wie auf dem Foto unschwer zu erkennen ist:))). Das ist mein Lieblingsbild mit ihm.
Ich kann jedem empfehlen, eine Zeit als Vol. bei HAR zu verbringen. Es macht ganz viel mit einem… man wird es fühlen. Erklären kann man das schlecht.
Danke an alle vor Ort, die jeden Tag so wertvolle Arbeit leisten!! Ihr seid großartig!!!"
Du kannst dir vorstellen, diesen Ort selbst einmal zu erleben?
Dieser Bericht gibt einen ehrlichen Einblick in den Alltag vor Ort. In die Aufgaben, die dazugehören, und in die Momente, die bleiben.
Wenn du dir vorstellen kannst, selbst Teil davon zu sein, findest du auf unserer Volunteering-Seite alle Informationen rund um deinen möglichen Einsatz.
Unterstützung wird immer gebraucht. Und vielleicht beginnt auch deine Geschichte genau hier. 💛