Cassandra kam über eine private Tierschutzorganisation zu uns und ist leider ein absoluter Notfall. Sie hat einen Analprolaps, wurde auch schon operiert, aber leider ist es immer noch nicht gut. Sie hat nach wie vor Schmerzen beim Kot absetzen. Sie braucht dringend eine Analplastik.

Grig war bereits mit ihr in der Praxis, wo sie operiert wurde, dort konnte man aber nicht weiterhelfen, weshalb Grig mit ihr in die Klinik fuhr, wo man uns geraten hat, sie einzuschläfern. Da wir so etwas aber in einem anderen Fall schon erfolgreich behandeln lassen konnten und Cassandra ihr ganzes Leben noch vor sich hat, kommt das nicht in Frage.

Cassandra würde sich sehr über eine Familie und ein ein liebevolles Zuhause freuen.

 

Update vom 23.05.2020:
Der Tierarzt sagt, dass Cassandra ein normales Hundeleben leben kann,  wenn man aufpasst, was sie frisst. Damit sie keine Verstopfung bekommt, darf sie keine Knochen oder andere harte Sachen bekommen. Man muss ihr Lactolose geben, damit sie einen weichen Stuhl hat und sie sollte nach dem Stuhlgang auch gereinigt werden.
Der Ring um den Anus ist zu klein, daher muss das alles gemacht werden, damit sie keine Schmerzen hat. Im Moment ist keine Operation notwendig, eventuell mal in der Zukunft. Cassandra braucht eine liebe Familie, die auf sie achtet, sie sauber macht und sie so liebt, wie sie ist.

 

Update vom 22.07.2020:
Danke liebe Julia!
Cassandra ist sehr sehr vorsichtig mit neuen Menschen, bellt alle erstmal an und lässt sich nicht mal eben von neuen Personen anfassen. Sie braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen.


Cassandra came to us via a private animal protection organization and is unfortunately an absolute emergency. She has an anal prolapse, has also been operated, but unfortunately it is still not okay.  She still has pain when she defecates. She urgently needs anal plastic surgery.

Grig has already taken her to the practice where she was operated on, but they couldn't help her there, so Grig took her to the clinic where we were advised to put her to sleep. But since we were able to have such a thing successfully treated in another case and Cassandra still has her whole life ahead of her, this is not an option.


Cassandra would be very happy about a family and a loving home.

 

Update from 23.05.2020:
The vet says that Cassandra can live a normal dog's life, as long as you take care of what she eats. In order to prevent her from becoming constipated, she should not get bones or other hard things. She needs to be given lactolose so that she has a soft stool and she should also be cleaned after defecation.
The ring around the anus is too small, so all this has to be done to make sure that she does not have any pain. No surgery is necessary at the moment, maybe in the future. Cassandra needs a loving family who will take care of her, clean her and love her as she is.

 

Update from 22.07.2020:
Thanks dear Julia!
Cassandra is very, very careful with new people, starts barking at everyone and doesn't even let new people touch her first. She needs time to build trust.

ARZTBERICHT / MEDICAL REPORT (Februar 2020/February 2020)

 

Cassandra ist am 13. Februar bei uns eingeliefert worden, mit der Unfähigkeit, den Stuhlgang durch den verschlossenen und sehr kleinen Durchmesser des Afters zu entleeren. Der Patient konnte weder untersucht noch der zu untersuchende Bereich ohne Betäubung begutachtet werden, der Hund zeigte Schmerzen und war extrem gereizt, wenn man nur diesen Bereich berührte oder die Rute anhob. Nach der Sedierung konnte die Situation beurteilt werden und es wurde eine überschießende Vernarbung sowei eine verheerende Heilung der vorherigen Operation entdeckt, die vor einem Monat von einem anderen Tierarzt durchgeführt wurde. Folglich haben wir in diesem Moment das Wundausschneiden und die Entfernung der so entstandenen Narben durchgeführt, um einen größeren Durchmesser auf der Höhe des Afters zu schaffen, eine Aktion, die erfolgreich war und nachdem wir beobachtet haben, wie lange das Debridement standhalten wird, haben wir in diesem Moment die Möglichkeit eines Verschlusses geprüft, wie es nach dem ersten chirurgischen Eingriff geschehen ist.

Der zweite Besuch fand am 28. Februar im Abstand von 2 Wochen statt, als der Hund die gleiche Problematik aufwies - vielleicht nicht ganz so ernst - aber wir sollten berücksichtigen, dass sich die Veränderung des Kotabsatzes und die Schwierigkeit des Kotabsetzens innerhalb von maximal 48 Stunden verschlechtert hat, so dass die Entwicklung ab dem Zeitpunkt der analen Verengung praktisch nur noch sehr kurz dauerte. Daraufhin habe ich empfohlen, mit dem Patienten zur Veterinärmedizinischen Fakultät zu gehen, um von einem Arzt mit möglicherweise besseren chirurgischen Kompetenzen konsultiert zu werden und ich verstehe, dass diese die Euthanasie empfohlen haben. Ich glaube, sie haben keine andere Möglichkeit gefunden.
Von der ersten Anamnese an war uns klar, dass dieser Welpe einen Rektumprolaps über einen längeren Zeitraum gehabt haben muss und der chirurgische Eingriff, mit dem der Prolaps behoben wurde, in Wirklichkeit ein Wiederherstellungsmanöver und eine Wundnaht am Schleimbeutel in Höhe der Analöffnung bedeutete. Wir wissen nicht, wie diese Naht am Schleimbeutel durchgeführt wurde, aber wahrscheinlich ist die Art und Weise, wie sie vorgenommen wurde, für die anschließende Heilung entscheidend.


Grundsätzlich ist es schwierig, an dieser Stelle einen analen Muskelring zu erkennen, sondern nur eine Narbe und fibröses Gewebe mit einer sehr geringen Elastizität im Vergleich zur Physiologie der jeweiligen Region, wobei die Situation unserer Ansicht nach recht kritisch ist, denn immer dann, wenn wir versuchen, eine größere Öffnung zu rekonstruieren und zu schaffen, um die sich bildenden Narben abzulösen, werden wir Mikrotraumata erzeugen, die wiederum durch Narbenbildung heilen werden, was bedeutet, dass die Verengung und der Verschluss der analen Öffnung wieder eintreten wird. Ich betone die Tatsache, dass es keinen gut identifizierten Analring oder elastischen Ring mehr gibt, sondern leider nur noch Haut, die unmittelbar mit dem Rektum verbunden ist und es gibt keine Elastizität, sondern nur noch Faser- und Narbengewebe.

 

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Cassandra has arrived to us, on February 13, with an impossibility to defecate through the closing and a very small diameter of the anus. The patient could not be consulted nor the area to be examined without tranquilization, the dog presenting pain and being extremely irritated if you only touched in that area or raised its tail. After the tranquilization, the situation could be evaluated and it has been discovered an exaggerated cicatrization and a vicious healing of the previous surgery that has been performed one month ago by another veterinarian doctor. Consequently, at that moment we proceeded to the debridement and to the removal of the scars thus formed in order to create a larger diameter at the level of the anus, action which was successful and after we followed to see how long the debridement will resist, at that moment evaluating the possibility of closure as happened after the first intervention.

The second visit was on February 28, at an interval of 2 weeks, when dog presented same situation – maybe not that serious – but we should take into consideration that its change in defecation and the difficulty of defecating has worsened in maximum 48 hours, so practically the evolution from the moment the anal stricture occurred lasted very little. Subsequently, I have recommended to go with the patient to the Faculty of Veterinary Medicine to be consulted by a doctor with possible better surgical competencies and I understand that they have recommended the euthanasia. I think they did not identify another option.  From the first anamnesis, we understood that this puppy would have had a rectal prolapse for a longer period and the surgical procedure by which the prolapse was solved actually meant a restoration maneuver and a suture in bursa at the level of anal orifice. We do not know how this suture in bursa has been done but probably the way it was done counted in the subsequent healing.


Basically, it is difficult to identify on that spot an anal muscle ring but only a scar and fibrous tissue with a very low elasticity compared to the physiology of the respective region, the situation being quite critical in our view because whenever we will try to debride and create a larger orifice, to detach the scars that are forming, we will produce micro-traumas which will heal in turn by cicatrization which means that the narrowing and closing of the anal orifice will occur again. I do stress the fact that there is no longer a well-identified anal ring or an elastic ring, unfortunately there is only skin that immediately connects with the rectum and there is no elasticity but only fibrous tissue and scar tissue.

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